Glossar: Buchstabe B

B (Bulb)

Auf der Verschlusszeitenskala steht das B für Bulb und erlaubt Aufnahmen, die länger belichtet werden sollen als die längste angegebene Verschlusszeit. Der Verschluss bleibt geöffnet, so lange der Auslöser gedrückt gehalten wird.

Belichtung

Die Belichtung wird durch die bei der Aufnahme zur Verfügung stehende Lichtmenge bestimmt. Die verfügbare Lichtmenge wird durch die Blendenöffnung (in das Objektiv einfallendes Licht) und die Verschlusszeit (wie lange der Verschlussvorhang geöffnet ist) gesteuert.
Mehr zum Thema.

Belichtungsautomatik mit Blendenvorwahl (A)

Bei vorgewählter Blende steuert die Kamera eine geignete Verschlusszeit bei, um eine richtig belichtete Aufnahme zu erreichen. Ideal für alle Aufnahmen, bei denen eine selektive Steuerung der Schärfentiefe gewünscht wird. [Mehr zum Thema „Schärfentiefe“ hier.]
Nicht so gut geeignet für sich bewegende Motive wie Autos oder Kinder, bei denen eine scharfe Abbildung in diesem Modus nicht gewährleistet ist.

Belichtungsautomatik mit Verschlusszeitvorwahl (S)

Bei vorgewählter Verschlusszeit bestimmt die Kamera automatisch die geeignete Blende, um eine einwandfrei belichtete Aufnahme zu erhalten. Ideal, wenn es z.B. für Aufnahmen von bewegten Objekten auf eine kurze Belichtungszeit für eine gestoppte Bewegung ankommt und die selektive Steuerung der Schärfentiefe weniger entscheidend ist.
[Mehr zum Thema „Schärfentiefe“ hier.]

Belichtungsautomatik (AE)

Der in der Kamera eingebaute Belichtungsmesser bestimmt automatisch die Belichtung.
P: Die Kamera wählt sowohl Blende als auch Verschlusszeit.
A: Bei vorgewählter Blende wählt die Kamera automatisch die geeignete Verschlusszeit.
S: bei vorgewählter Verschlusszeit bestimmt die Kamera automatisch die geeignete Blende.

Belichtungsreihen (Bracketing)

Bieten sich in Situationen mit starken Kontrastumfängen an, wo die Entscheidung in der Aufnahmesituation schwierig ist, ob man auf Details in den hellen oder dunklen Bereichen verzichten will. Deshalb bietet es sich an, eine Reihe von Aufnahmen zu machen, wo neben der korrekten Belichtung eine hellere [vgl. Überbelichtung] und eine dunklere [vgl. Unterbelichtung] gewählt wird (Belichtungskorrektur). Dabei kann in ganzen Schritten (± 1 EV oder mehr) oder in kleineren Schritten (± 1/3 EV oder ± 1/2 EV) vorgehen. Der Unterschied zwischen den Aufnahmen sollte nicht zu groß sein. [Vgl. EV.]
Bracketing leitet sich übrigens von bracket (= Klammer, Bereich) ab.

Blende/Blendenöffnung

Die Blendenöffnung bestimmt die Lichtmenge, die durch das Objektiv gelangt, indem sie den bildwirksamen Linsenquerschnitt verändert. Je größer bzw. kleiner die Blendenöffnung, desto geringer bzw. weiter die Schärfentiefe. Im ersten Fall wird der Hintergrund unscharf, im zweiten Fall scharf. Die Blendenwerte (F) verhalten sich umgekehrt zur Blendenöffnung: Je kleiner der Blendenwert, desto größer die Blendenöffnung (und umgekehrt).

Belichtungszeit

Siehe Verschlusszeit.

Bildebene

Entspricht der Film- bzw. Sensorebene. Hier ermöglicht die Bündelung der Lichtstrahlen durch die Linsen im Objektiv die Entstehung eines scharfen Bildes.

Blitzleitzahl

Wert für die maximale Lichtabgabe eines Blitzgeräts (bezogen auf ISO 100): Kameraeigene Blitze liegen im Bereich bis 20, kompakte Blitzgeräte bis 40 und Stabblitze bis 60. Je höher die Zahl, umso heller.

Blitzsynchronisation/Blitz-Langzeitsynchronisation

Koordination des Blitzgerätes mit dem Verschluss. Sorgt dafür, dass die Zündung des Blitzes dann erfolgt, wenn der Verschluss geöffnet ist.
Langzeitsynchronisation (Slow-sync): Dabei wird mit einer längeren Verschlusszeit geblitzt. Die Blitzdauer (Leuchtzeit) selbst ist wesentlich kürzer ist als die eingestellte Verschlusszeit, daher wird der Blitz entweder vor Ablauf der eingestellten Verschlusszeit (Langzeitsynchronisation auf den 1. Verschlussvorhang) oder danach (Langzeitsynchronisation auf den 2. Verschlussvorhang) ausgelöst. Diese Technik führt zu wesentlich stimmungsvolleren Blitzbilder, da die längere Verschlusszeit das Umgebungslicht einfängt, während das Licht des Blitzes das Motiv beleuchtet und dessen Bewegungen teilweise einfriert.

Brennpunkt

Siehe Fokus.

Brennweite eines Objektivs

Abstand zwischen der Mitte des Linsensystems und dem Brennpunkt (Film bzw. CCD). Die Normalbrennweite liefert einen etwa dem des menschlichen Auges entsprechenden Blickwinkel.

Bajonett

Anschluss für Wechselobjektive. Unglücklicherweise kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Damit aber nicht genug: Selbst verschiedene Serien vom gleichen Hersteller sind oft nicht untereinander kompatibel.

Bildwinkel

Der von einem Objektiv erfasste horizontale Winkel eines Bildes. Je größer der Bildwinkel, desto breiter das Bild.

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