Glossar: Buchstabe V

Verschlussvorhang

Auch Schlitzverschluss genannt. Direkt vor der Film- (Sensor-) Ebene (also der Bildebene) horizontal oder vertikal verlaufende Vorhänge, die elektronisch gesteuert werden. Eine Hälfte öffnet sich und legt die Filmebene frei; derweil schließt sich die andere Hälfte mit gleicher Geschwindigkeit und verdeckt die Filmebene wieder; der daraus resultierende Lichtschlitz gab dem Verschluss seinen Namen. Unterschiedliche Belichtungszeiten werden durch unterschiedlich große Lichtschlitzöffnungen realisiert; die Geschwindigkeit, mit der sich der Vorhang bewegt, ist gleichbleibend. Der Film wird gleichmäßig in allen Bereichen belichtet.
Gerade bei der Blitzsynchronisation ist oft vom „1. Vorhang“ bzw. „2. Vorhang“ die Rede; damit sind die beiden Hälften des Schlitzverschlusses gemeint. Durch die Lokalisation direkt vor der Filmebene in der Kamera ist der unbelichtete Film optimal vorversehentlichem Lichteinfall geschützt; daher ist ein Wechsel der Objektive einfach. [Vgl. Zentralverschluss.]
Die Blitzsynchronisation ist leider sehr begrenzt und für jede SLR-Kamera charakteristisch. Abhilfe schafft dann nur ein Blitz mit langer Brenndauer bzw. Blitzlampen.

Vignettierung (Abschattung)

Abschattungen können mehrer Ursachen haben und sind zumeist störend, können aber auch absichtlich durch entsprechende Filter hervorgerufen werden (man denke an Konfirmations- oder Hochzeitsbilder).
Unbeabsichtigt entstehen sie, wenn ein Gegenstand Bereiche des Bildes verdeckt; das Motiv kann dann nicht komplett aufgenommen werden.
Zudem kann es passieren, dass Sucherbild und Aufnahme voneinander abweichen (viele Kameras zeigen nur etwa 95%); das Bild kann dann Bereiche enthalten, die nicht im Sucher zu sehen waren.
Außerdem treten sie oft an den Rändern und v.a. den Ecken eines Bildes auf; dies geschieht bei der Verwendung nicht geeigneter Objektivvorsätze (wie Gegenlichtblenden…).

Verschlusszeit

Auch Belichtungszeit genannt. Besagt, wie lange der Film/Sensor belichtet wird. Zeiten unter 1 Sek. werden im Sucher i.d.R. als ganze Zahl angezeigt, Zeiten über 1 Sek. mit “. Bsp. 1/750 Sek, wird als 750 angezeigt (manchmal auch als 0 “ 7), 4 Sek. als 4 “.
Kurze Verschlusszeiten frieren Bewegungen ein, lange Verschlusszeiten sind eher für statische Motive geeignet (außer man wünscht dynamische Bewegungsunschärfe).
Mehr über das Zusammenspiel von Blende und Verschluss hier.

Verschluss

Bei mechanischen Verschlüssen irisförmig (Zentralverschluss) oder lamellenartig (Verschlussvorhang). In Digitalkameras oft elektronische Verschlüsse: Aktivieren bzw. Deaktivieren des CCD simuliert einen Verschluss; nach Deaktivierung wird keine Information mehr aufgezeichnet, auch wenn noch Licht auf den Sensor fällt. (Deshalb brauchen diese Apparate keinen Sucher; die permanente Vorschau im Display (die auch dann anzeigt, wenn kein Bild aufgezeichnet wird) ersetzt diesen.
Der Verschluss regelt die Dauer der Belichtung (sog. Verschlusszeit).

Verzeichnung

Abbildungsfehler bei Objektiven. Tonnenförmige Verzerrung (hauptsächlich in Weitwinkel-Position) oder kissen-/trapezförmige Verzerrung (hauptsächlich in Tele-Position).

VR

Vibration reduction (Bildstabilisierung).

Vorsatzlinse

Filter oder Konverter zur Befestigung am Objektiv vor der Frontlinse.

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