Unser Service für alle, die dem Hochdeutschen lieber aus dem Wege gehen

Manchmal hält ja schon die pure Sprache Menschen davon ab, einen Internetauftritt lesen zu wollen. Oder zu können. Deshalb hier unser Service für alle

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In diesem Sinne…

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3 Gedanken zu „Unser Service für alle, die dem Hochdeutschen lieber aus dem Wege gehen

  1. Erwähnte ich, dass ich das Schwäbische als Dialekt sehr mag? Also nicht, dass das in irgendeiner Weise besonders erotisch klänge, eher niedlich und nicht ernstzunehmend (sorry, Klinsi) und bei einem tobenden Schwaben fiele es mir schwer, angemessen zerknirscht zu erscheinen, selbst im Schuldfall, aber des isch einfa so luschtig 🙂

    Das Fränggische hat so was Gemütliches, Beschwichtigendes. „Drring ma erst an Dee“ wirkt beruhigend auf mich. Nicht nur wegen des Tees.

    Sächsisch erheitert mich immer wieder, allerdings fiele es mir schwer, mir manche Dinge in Sächsisch sagen zu lassen, ohne zu schaudern.

    Berlinerisch geht mir immer irgendwie ein bißchen auf die Nerven, zumal es meistens gesprochen auch mit übermäßiger Lautstärke verbunden ist.

  2. Sächsisch? Habe ich mehr als genug gehört in meinem Leben … am Tag der Maueröffnung („Wir sind das Volk!„) wohnte ich zu Studienzwecken in Göttingen, und alle Trabi-Fahrer klingelten bei mir, weil ich an einer strategisch wichtigen Kreuzung wohnte (AB-Auffahrt, B3, B27). „Wie gomme isch nach Werningerode?“, wobei die Schriftform nicht wiedergeben kann, wie sich der Mund verzog beim Wort „Werningerode“ — und erst recht nicht, wie die Aussprache war. (Den letzten, der nach Mitternacht klingelte, habe ich übrigens nach links auf die Autobahn geschickt… vermutlich fährt er da immer noch suchend auf und ab, etlich Zweitakt-Mix verschleudernd.) Sächsisch? Unerotisch.

    Fränkisch? Meine Tante wohnt in Nürnberg, und wo sich alle anhören wie Loddar Maddäus, da bekomme ich unreine Haut und Pickel. Für die Franken spricht jedoch, dass sie sich gerne vom übrigen Bayern separieren.

    Schwäbisch? Unser Bundes-Jogi spricht ja auch so, dem kann man beim Reden die Schuhe besohlen. Und eine Freundin in Portugal schafft es, nach Jahren vor Ort portugiesisch mit schwäbischem Einschlag zu sprechen. Das hat dann schon wieder was. Schwäbisch ist IMHO aber auch nicht die Mundart Nr. 1 für Verbalerotiker. Niedlich, also Ihre Bezeichnung, trifft’s wohl am ehesten.

    Berliner Dialekt? Klingt rasch prollig, auch aus einem gebildeten Kopfdarm. Ist mir aber persönlich lieber als die anderen.

    Hessisch könnte man ja noch mal hinzu nehmen. Ihnen zu Ehren. Hessisch kann erheiternd sein. Habe aber zu lange in der Nähe des Bermuda-Dreiecks zwischen Kassel, Eschwege und Hann. Münden gelebt, um das Hessische wirklich zu lieben.

    Sei’s drum, die Links waren ja auch nur als Hilfestellung im Dschungel der Migration gedacht.

    • Danke für die Würdigung des Hessischen, dessen ich zwar mächtig bin, es aber vorwiegend im Umgang mit Handwerkern benutze.
      Meinen Eltern sei Dank hat man mich doch so erzogen, dass ich außer in Niederbayern, wo einen eh keiner versteht und umgekehrt, sprachlich überall relativ unauffällig bin.

      Und ja, Sächsisch ist unerotisch. Aber sowas von.

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