Eine Pseudo-Tempo-Beschränkung

Seybruch, der Dannenberger Ortsteil, in welchem das Wohnträumchen steht, liegt an einer Straße. Nicht unüblich, dass sich im Gemüse die Dörfer ebenda befinden. Und prinzipiell auch nicht unpraktisch, weil auch plötzliche Landpomeranzen dann und wann mal los müssen.

Dankenswerterweise ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt. Allerdings nur in der Theorie, die ja bekanntlich meist grau ist. Seybruch besteht aus sechs Anwesen plus einem ehemaligen Gasthof, in dem sich nach langer Schließung wieder etwas regt. Ungefähr zwei Grundstücke vor dem der Landpomeranzen versieht eine Radarfalle ihren Dienst. Eine von diesen schicken neuen Teilen, die kilometerweit zu sehen sind. Ergo tritt fast jeder auf die Bremse, wenn das Ding ins Blickfeld gerät. Sobald die Blitze allerdings passiert wurde, wandert der Fuß wieder aufs Gaspedal. Ob Reisebus, Lastkraftwagen oder Fiat Panda — auf Höhe unseres Grundstücks befinden sich die meisten wieder im Tiefflug.

Ich überlege ernsthaft, einen Starenkasten am Zaun zu installieren, der den wunderschönen Tieren einen Unterschlupf bietet, aber für die verrotteten Vollpfosten ganz nach einer Blitzanlage aussieht. Vielleicht bringt’s ja was. Denn niemand ist unfehlbar, selbst der Denunziant „Knöllchen-Horst“ aus Osterode am südwestlichen Rand des Harzes nicht.

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2 Gedanken zu „Eine Pseudo-Tempo-Beschränkung

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