Eigentlich ein ganz normaler Tag…

… dieser heutige. Neben einem strategisch so was von unglücklich lokalisierten LKW-Unfall, der die B191 und die B216 unpassierbar machte und mir einen Umweg von gefühlten 80 Kilometern bescherte, was richtig gut kommt, wenn die Lendenfrucht vor der Schule ihrer Abholung harrt, ist morgen Sperrmüll. Alle 3,79 Minuten hält nun ein Fahrzeug vor der Einfahrt, ein Haufen Leute springt heraus und wühlt aufgeregt im Ausrangierten, von dem bald nichts mehr da ist, wenn’s so weitergeht. Der Elternsprechtag in der 1. Klasse meines jüngsten Sohnes war weder erbaulich noch erquicklich, aber allenthalben informativ. Nun wissen wir, dass er saugute Tage hat und weniger saugute, dass er plietsch ist, sich aber gerne ablenken lässt und gewisse Konzentrationsschwächen an den Tag legt.

Insgesamt ein ganz normaler Tag halt, der kaum eines Eintrages würdig wäre, wenn nicht der Kater, die alte Hutze, sein gewohntes Revier neu entdecken würde. Sie erinnern sich sicherlich, dass er unters Auto gekommen ist, einige Tage in der Tierklinik verbracht hat und operiert wurde. Das arme Ding versucht nun händetatzenringend, sein altes Leben wiederzubekommen. Er darf nicht springen, daher auch die liebevoll mundgeklöppelte Spezial-Kater-ist-unters-Auto-gekommen-Box. Aber die ist seines Erachtens nicht Teil seines alten Lebens. (Meines Erachtens auch nicht, wenn ich ehrlich sein soll.) Nun war er gestern schon in der Wohnung umher, aber das hielt sich alles im Rahmen, weil er auf dem Teppich geblieben ist, den wir nicht haben. Heut‘ jedoch versuchte er, aufs Bett zu springen. Eh ich ihn stoppen konnte, hing er auf halb acht. Instinktiv merkte er, dass die Hinterpfoten ihm keinen Dienst erweisen konnten, also hingen die nach Gutsherrenart herab, nur die Vorderpfoten (oder vielmehr: Die Krallen daran) hielten ihn in dieser Position. Ich sprang hinzu, klopfenden Herzens, und sah ihn schon nach unten auf die lädierten Hinterläufe und so … Uiuiuiuiui! Aber with a little help from a friend gelang es ihm, das Bett zu erklimmen. Und da lag er dann, glücklich und zufrieden schnurrend. Als er runter wollen musste, weil er mal müssen wollte, machte er sich bemerkbar und wurde sanft geliftet. Wieder ein Tag mehr ohne Zwischenfälle. Eigentlich auch hier ein normaler Rekonvaleszenztag, aber was ist da schon normal…

Zum Ende hin noch ein Sprungziel, dass ich wegen der akuten Situation des Katers zurückgestellt hatte, Ihnen jedoch keinesfalls vorenthalten möchte. Wie Sie Ihre 5 Euro, diesen fetten Zuschlag bei den Sozialleistungen, sinnvoll anlegen können, erfahren Sie weltexklusiv hier.

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4 Gedanken zu „Eigentlich ein ganz normaler Tag…

    • Ja, das sehe ich ähnlich. Ist schon seltsam: Bevor der Unfall passiert ist, war der Kater einfach da. Gehörte genau da hin. Wurde gekuschelt und gefüttert und gebürstet, aber er war einfach da. Seit jenem Montag ist alles anders: Der Wuschel ist jetzt im Fokus, viel mehr als zuvor. Fast so wie damals, als er eine Mini-Felidae war, eine Handvoll Tier.

      • Und das kriegen die Befellten auch ganz schnell raus.
        Dass man ihnen auch mal kleine Dreistigkeiten durchgehen lässt, weil sie ja sonst nicht viel Spass haben in ihrem rekonvaleszenten Stand. Fragen Sie mich mal…

        Andererseits, ist schon eine harte Geschichte, den Fokus hat er verdient. Schwer.

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