Pimp your images! Bildmanipulation im Instagram-Stil

Yep, ich fotografiere gern. Mit meiner alten Canon A-1. Mit der Olympus-DSLR. Und (ich höre die Puristen schon jammern!) mit dem iPhone.
Gerade das Apfelteil bietet einige nette Apps für die Bildmanipulation „out of the box“ — nicht lange gefummelt und etliche Ebenen in unterschiedlicher Transparenz übereinander gelegt und Texturen hinzugefügt, sondern nur die ein oder andere Auswahl getroffen und ein paar Knöppekes gedrückt, und schon kann das manipulierte Bild auf Reisen gehen und bei Tumblr, Twitter oder Facebook auftauchen.

Ich arbeite gerne mit Instagram und Pixlr-o-matic.

Nu‘ gibt es so etwas in dieser handlich-kompakten Form nicht für den Heimrechner, sei er nun ein Mac oder ein anderweitig angetriebener Kamerad. Aber es gibt Photoshop und die intelligentere, weil kostenfreie und (fast) ebenso mächtige Alternative GIMP. Und dafür gibt es schon den ein oder anderen Filter, der ähnliche Effekte zaubern kann. Und es gibt eine Netzversion von pixlr-o-matic.

Filter für GIMP

Eine Reihe von Filtern stehen als ZIP hier bei elsamuko zur Verfügung und sind auch dort beschrieben und visualisiert.

Die entpackten Daten der ZIP-Datei schiebe man in den Skripte-Ordner von GIMP. Wo sich der im Einzelfall befindet, lässt sich unter >Datei >Einstellungen >Ordner >Skripte einsehen. Unter >Filter >Skript-Fu >Skripte auffrischen lasse man GIMP wissen, dass es neue Skripte gibt. Fertig! So wird ein Schuh draus.

Bei den Skripten handelt es sich um eine Art Stapelverarbeitung mit fest codierten Schritten. Man kann, aber muss nicht die Standard-Werte verändern. Letztlich fügen diese Skripte den Fotos ähnliche Effekte zu, wie es die Eifohn-Äpps tun. Leider finden wir keinen elsamuko-Unterordner mit den neu hinzugefügten Filtern. Einige verstecken sich bei den Filtern, andere unter dem Menüpunkt Farben. (Wo genau, wird auf der elsamuko-Seite beschrieben, wenn man dem Link des entsprechenden Skripts folgt. Ebenda gibt es auch Hinweise zur Funktion der einzelnen Skripte.)

Meine Lieblinge sind Lomo (mit dem experimentellen Touch der Analog-Fotografie mit diesen wunderbar-altmodischen Farben, für die es hier wunderbare Beispiele gibt), Technicolor 2 und 3 (im Stile der Filmentwicklung alter Kinotage), National Geographic, Film Grain (Körnung lichtempfindlicher Filme mit hoher ISO), Vintage (die guten alten 70er, deren Look im Übrigen auch händisch gemacht werden kann), Split Tone with Edge Detection (Reduktion auf eine Farbe für die hellen und eine für die dunklen Bereiche, wobei hier noch die Kantenbetonung ins Boot kommt), Photochrom (das riecht förmlich nach colorierten Monochrom-Aufnahmen), Movie 300 (mit dem ganz speziellen Wasserfarben-Sepia-Kontrast-Comic-Stil), Cyanotype (cyanblaue Drucktechnik aus den 1840ern), Color Tint (Einfärbung mit einer selektierten Farbe, die als Filter verwendet wird), Erosion Sharpen (Bildschärfe mittels Abtragung und Erweiterung), YUV Temperature (Farbtemperaturveränderung im YUV-Bereich) sowie die Dekorationsfilter Sprocket Hole (die Älteren unter uns erinnern diese Negativstreifen mit Filmtransport-Löchern, aufgedruckten Bildnummern und dem Filmtyp), First Photo Border („Ähem, Tante Rosalind, von deinem Bild bei den Filmfestspielen von Cannes, wo dich Sean Connery an sich drückt, fehlt irgendwie die Hälfte… genau die, auf der Sean Connery stand… war halt das erste Bild auf dem Film, da kommt so was schon mal vor… Äh, Tantchen, was hast du mit Opas Sense vor?“) und Antique Photo Border.

Dem Autor der Skripte, Samuel Albrecht, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Gute Arbeit!

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