Drogen jetzt Ihren Führerschein…

Drogen jetzt Ihren Führerschein. … Ach so, ja klar. (Ach nee, doch nicht.)
Erst mal die kleine Anzeige bei kurzefrage.net:

Deklination und Zeiten von (Infinitiv) drogen
Präsens
: Ich droge | du drogst | er/sie/es drogt | wir drogen | Ihr drogt | sie drogen jetzt Ihren Führerschein.
Präteritum
: Ich drogte | du drogtest | er/sie/es drogte | wir drogten | ihr drogtet | sie drogten Ihren Führerschein
Perfekt
: ich habe … gedrogt | du hast … gedrogt | er/sie/es hat … gedrogt | wir haben … gedrogt | ihr habt … gedrogt | sie haben … gedrogt
Plusquamperfekt
: ich hatte … gedrogt | du hattest … gedrogt | er/sie/es hatte … gedrogt | wir hatten … gedrogt | ihr hattet … gedrogt | sie hatten gedrogt
Futur I
: ich werde … drogen | du wirst … drogen | er/sie es wird … drogen| wir werden … drogen | ihr werdet … drogen | sie werden … drogen
Futur II
: ich werde … gedrogt haben | du wirst … gedrogt haben | er/sie es wird … gedrogt haben | wir werden … gedrogt haben | ihr werdet … gedrogt haben | sie werden … gedrogt haben
Imperativ
: Singular: Droge! Plural: Drogt!
Partizip 1 (Präsens)
: drogend
Partizip II (Perfekt): gedrogt

Habe ich nicht gelernt in der Baumschule. Ich erinnere mich zumindest nicht daran, aber das muss auch nichts heißen, und außerdem lernt man ja nie aus.

Tagesnachlese (14.3.2011)

Achtung, Achtung: Es ist Montag! Dies ist keine Übung! Ich wiederhole: Es ist Montag! Bitte bewahren Sie Ruhe! Wir kümmern uns darum! [Gezwitscher von @Bundeskasper]

Ach so, is‘ schon wieder Montag. Kinners, wie die Zeit rast! Äh… wirklich Montag? Keine Übung? Deshalb klingelt mein Arbeitgeber Sturm!

Meine Güte, das war/ist das surrealste Wochenende meines Lebens. Tsunami & Kernschmelze fürs Weltgeschehen und schwerer Autounfall für mich. [Tweet von @JanDoerrenhaus]

Gutes Gelingen für’s private Geschehen, in Japan sind die Kerne wohl schon in die Schmelze gefallen — da kann man nur hoffen, dass nicht noch was nachkommt.

Kennt ihr das, wenn ihr eine Diskussion hattet, die in euch einen Gedanken gesäht hat, den ihr seitdem nicht mehr los werdet? ICH LIEBE DAS! [Gezwitscher von @JanDoerrenhaus]

Gedanken hatte ich — ehrlich gesagt — noch nie. Könnte ich ja mal ausprobieren. Klingt interessant.

Kleinigkeiten entfernen Menschen voneinander. Katastrophen bringen sie einander näher.
Leopold Koch [bei The Intelligence]

Ja, da ist durchaus was dran. Und dass sich aus der Katastrophe in Japan Schlüsse ziehen lassen, ist auch unbestritten.

Ich möchte, glaube ich, doch auf dem Bauch liegend mal beerdigt werden. [Tweet von @fischimglas]

DAS ließe sich einrichten. Aber warum auf dem Bauch, Stephan?

So is there any good news on twitter today? [Tweet von @RickGriffin]

Well, this is definitely NOT the time for good news, Rick! Maybe definitely NOT. However… my sons and my wife gave me a hug and fluttered a kiss. Is this a good news for Twitter?

#OverlyTweetedTweets #Every #Tweet #With #A #Hashtag #On #Every #Word [Tweet von @KattWilliams]

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’ne Leber oder: Das thematisch hypersensibilisierte Kind

Ich zwitscherte es vorhin. Die Motorrad-Saison ist eröffnet.

Und immer dann, wenn ich die Möhren beschleunigen sehe (und vor allem: höre), dann fällt mir angesichts der mangelnden Organspendebereitschaft eine kleine Anekdote ein, die ich vor einigen Jahren miterleben durfte, als ich noch im OP des UKE in Hamburg gearbeitet habe. (Damit wären wir dann auch beim Thema „Thematisch hypersensibilisiertes Kind“.)

Eine Kollegin, ihres Zeichens Ohne-Wahrnehmungs-Medizinerin und oft bei Organentnahmen dabei, fährt mit ihrer Tochter im Auto auf der Bundesstraße. Plötzlich überholt ein Motorrad mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und schafft es gerade eben, vor dem entgegenkommenden Verkehr wieder einzuscheren.
Da sagt das Kind zu seiner Mutter: „Mama, guck‘ mal, ’ne Leber.

Politischer Instinkt ist zuweilen Glückssache

Im Ernst, ich hab’s ja sonst nicht so mit dem Klaus, dem ERNSTen, und prinzipiell halte ich die Linke für zuweilen überambitioniert, aber dieser Aschermittwochssatz gehört in die Annalen:

„Wenn Abschreiben ein Zitierfehler ist, ist Ladendiebstahl ein Einkaufsfehler.“

So ist das also. Ich hab’s doch immer gewusst.

Wo wir schon mal so unter uns und ganz politisch sind: Beim neuen Innenobermeister in Berlin übrigens hatte ich von Anfang an kein gutes Gefühl. Sein „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“-Gebrabbel ist mindestens zarrazinesk, aber es hat im Alltag vieler noch eine ganz andere Dimension. Ich habe keine Aishes oder Aysus, auch keine Acabs (Entschuldigung, der musste jetzt sein!), aber wenn Sie wissen möchten, mit was sich — Herrn Friedrich (und anderen instinktlosen Menschen) sein Dank — andere Lehrer herumschlagen müssen, dann huschen Sie doch mal kurz hier hin. Fräulein Krise, die an der pädogogischen Borderline interveniert, ist auch ansonsten sehr lesenswert und sicherlich eine der überraschenden Entdeckungen der letzten Zeit.

Dort jedenfalls steht unter anderem (und ich erlaube mir zu zitieren*):

„Denn ICH sehe es nicht mehr ein, dass ich täglich meine Kraft und Nerven damit vergeude, unter schlechten Bedingungen Brücken zu bauen, die Sie im Maßanzug ganz nonchalant zwischen Tür und Angel einreißen.“

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* Nicht, dass ich mich hinterher mit Plagiatsvorwürfen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen herumschlagen muss!

Ich war mal sehr stolz, ein Hamburger zu sein…

… ungefähr bis gestern nach Bekanntgabe der Volksabstimmung.

Hamburg hatte den Mut, zusammenzubringen, was nach herkömmlichen politischen Ansichten nicht zusammen gehört. Schwarz-grün wiederum, durchaus mit Schwächen, hatte den Mut, eine grundlegende Schulreform auf den Weg zu bringen, die jeden, DER SICH MIT PÄDAGOGIK UND SCHULE AUSKENNT, zum Jubeln gebracht hat. Längeres gemeinsames Lernen, keine frühe Selektion in einem Alter, in dem die zukünftige Schulkarriere nicht sicher vorhersehbar ist, nämlich nach der 4. Klasse.

Und dann kamen die Pfeffersäcke aus den Elbvororten… Weiterlesen