Pimp your images! Bildmanipulation im Instagram-Stil

Yep, ich fotografiere gern. Mit meiner alten Canon A-1. Mit der Olympus-DSLR. Und (ich höre die Puristen schon jammern!) mit dem iPhone.
Gerade das Apfelteil bietet einige nette Apps für die Bildmanipulation „out of the box“ — nicht lange gefummelt und etliche Ebenen in unterschiedlicher Transparenz übereinander gelegt und Texturen hinzugefügt, sondern nur die ein oder andere Auswahl getroffen und ein paar Knöppekes gedrückt, und schon kann das manipulierte Bild auf Reisen gehen und bei Tumblr, Twitter oder Facebook auftauchen.

Ich arbeite gerne mit Instagram und Pixlr-o-matic.

Nu‘ gibt es so etwas in dieser handlich-kompakten Form nicht für den Heimrechner, sei er nun ein Mac oder ein anderweitig angetriebener Kamerad. Aber es gibt Photoshop und die intelligentere, weil kostenfreie und (fast) ebenso mächtige Alternative GIMP. Und dafür gibt es schon den ein oder anderen Filter, der ähnliche Effekte zaubern kann. Und es gibt eine Netzversion von pixlr-o-matic. Weiterlesen

Drogen jetzt Ihren Führerschein…

Drogen jetzt Ihren Führerschein. … Ach so, ja klar. (Ach nee, doch nicht.)
Erst mal die kleine Anzeige bei kurzefrage.net:

Deklination und Zeiten von (Infinitiv) drogen
Präsens
: Ich droge | du drogst | er/sie/es drogt | wir drogen | Ihr drogt | sie drogen jetzt Ihren Führerschein.
Präteritum
: Ich drogte | du drogtest | er/sie/es drogte | wir drogten | ihr drogtet | sie drogten Ihren Führerschein
Perfekt
: ich habe … gedrogt | du hast … gedrogt | er/sie/es hat … gedrogt | wir haben … gedrogt | ihr habt … gedrogt | sie haben … gedrogt
Plusquamperfekt
: ich hatte … gedrogt | du hattest … gedrogt | er/sie/es hatte … gedrogt | wir hatten … gedrogt | ihr hattet … gedrogt | sie hatten gedrogt
Futur I
: ich werde … drogen | du wirst … drogen | er/sie es wird … drogen| wir werden … drogen | ihr werdet … drogen | sie werden … drogen
Futur II
: ich werde … gedrogt haben | du wirst … gedrogt haben | er/sie es wird … gedrogt haben | wir werden … gedrogt haben | ihr werdet … gedrogt haben | sie werden … gedrogt haben
Imperativ
: Singular: Droge! Plural: Drogt!
Partizip 1 (Präsens)
: drogend
Partizip II (Perfekt): gedrogt

Habe ich nicht gelernt in der Baumschule. Ich erinnere mich zumindest nicht daran, aber das muss auch nichts heißen, und außerdem lernt man ja nie aus.

Tagesnachlese: Atom spezial II (17.3.2011)

Sonst gibt’s ja eher ’nen Fließtext mit Kommentation. Heute mal eine thematisch geordnete Linksammlung.

Die Situation in Fukushima und in Japan: In Tschernobyl haben Hunderttausende den Sarg fürs Atomkraftwerk gebaut, in Japan versuchen derzeit verzeifelt 50 (mit Sicherheit der Strahlenkrankheit anheimfallende) Arbeiter, die Situation zu retten — ein wohl auswegloses Unterfangen…

Warum Japan trotz der Erfahrungen mit den Atombombenabwürfen und trotz bekannter Sicherheitsmängel die Atomenergie nutzt: Weiterlesen

Tagesnachlese: Atom spezial (17.3.2011)

Bei Facebook der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Erdbeben und Tsunami als Rache Gottes für Pearl Harbour. (Als hätten die USA nicht schon „Little Boy“ und „Fat Man“ auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.) Nicht zu fassen!!! *FINGERINHALSSTECK*

Gezwitschert wurden solche Widerlichkeiten nicht, zumindest nicht in meiner Timeline. Dafür solche Sachen:

Merkel und Westerwelle, frei nach dem Motto, was kümmert unser Geschwätz von Gestern, wenns um Wählerstimmen geht. [@IliasNemo]

Angst ist normal dieser Tage, und wenn’s die vor Machtverlust ist. Aber angeblich konnte man das, was in Japan passiert, niemals nicht vorhersehen, „dann verändert das die Lage. […] Dann haben wir eine neue Lage“ (O-Ton Merkel) und auf diese niemals nicht vorhersehbare Situation musste umgehend reagiert werden.

(Finde es übrigens nicht so super, dass die deutsche AKW-Diskussion auf Prämissen basiert, deren Kontext damit parallel überschattet wird.)  [@aniella]

Genau das habe ich auch gerade gedacht. Genau das.

„Wir schalten sieben #AKW’s vorrübergehend ab“ ist die missgebildete kleine Schwester von „ich gebe meinen Doktortitel vorrübergehend ab“. [@karpfenpeter]

Pleiten, Pech und Pannen. Diese bienenfarbene Regierungskoaltion findet jedes Fettnäpfchen. Garantiert!

So oft, wie #Japan meldet, das die Radioaktivität zurückgegangen ist, deutet das wohl auf den Fund eines schwarzen Lochs hin. #Fukushima [@happyarts]

Ich habe sogar ein schwarzes Loch im Garten. In der Nachtschwärze ist meine Latrinengrube eine echte Gefahr! Davon abgesehen: Die Informationspolitik in Japan kann bestenfalls als stark schwankend eingestuft werden.

Kann man die Lecks in den Reaktoren nicht mit Spekulanten stopfen? [@pantoffelpunk]

Kann man, aber das verstärkt angeblich die Reaktionen. Sollte man also lieber lassen. Weiterlesen

Nach Japan: Eine Zäsur in der Atompolitik?

In den Jahren 2007 und 2009 standen zeitweise sieben von 17 Reaktoren reparaturbedingt still. Im Sommer, wenn die warmen Flüsse nicht ausreichend kühlen, wird die Leistung zurückgefahren. Und wie lange ist in Krümmel und Brunsbüttel schon Stillstand? Drei Jahre. Auch die Meiler in Biblis (A und B) standen 2007 monatelang still, um dann 2009 erneut für Monate auszufallen. Selbst in den „Stillstandjahren“, also 2007 und 2009, konnte Deutschland Strom exportieren. (Ja, ich weiß, dass exportieren ausführen heißt.) Aber Teyssen, der E.on-Obermeister, will uns jetzt mit Engpässen bei der Stromversorgung bange machen. Donnerlittchen und Potzblitz! Schockschwerenot (ja, ein schönes Wort, Ulf. Wirklich) Glaub keinem Lobbyisten! (Das wäre so, als würde sich der Marmeladenfabrikant hinstellen und sagen, dass seine Marmeladen der letzte Dreck sind. Würde er auch nicht machen, der Marmeladenfabrikant, da wäre er auch schön blöd!) EnBW, der Betreiber des AKW Philippsburg, hat mit Wissen der Landesregierung einige Pannen nicht gemeldet. Das ist nicht nur gegen das Atomgesetz, das ist Drecksfickscheiss. (Entschuldigen Sie bitte die ausdrücklich drastische Ausdrucksweise, die möglicherweise keinen guten Eindruck macht. Aber ist doch so.) Die taz kommentiert dann auch, dass solche Vertuschungen und Verzögerungen Methode haben — die Drecksschweine von der Atomlobby, wie es in der URL noch deutlich herauszulesen ist, wären aber die treffendere Bezeichnung gewesen. Und tatsächlich scheint es mit der Sicherheit der deutschen Atommeiler nicht so weit her zu sein. Und vermutlich weiß das auch die Regierung — wie sonst ließe sich erklären, dass die unter dem Eindruck der Geschehnisse in Japan ein dreimonatiges Moratorium zur Aussetzung des Ausstiegs aus dem Ausstieg beschließt, um die AKW zu prüfen? Mit Wahlkampfgedöns etwa? Das streitet Schwarz-Gelb vehement ab. Weiterlesen

Politischer Instinkt ist zuweilen Glückssache

Im Ernst, ich hab’s ja sonst nicht so mit dem Klaus, dem ERNSTen, und prinzipiell halte ich die Linke für zuweilen überambitioniert, aber dieser Aschermittwochssatz gehört in die Annalen:

„Wenn Abschreiben ein Zitierfehler ist, ist Ladendiebstahl ein Einkaufsfehler.“

So ist das also. Ich hab’s doch immer gewusst.

Wo wir schon mal so unter uns und ganz politisch sind: Beim neuen Innenobermeister in Berlin übrigens hatte ich von Anfang an kein gutes Gefühl. Sein „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“-Gebrabbel ist mindestens zarrazinesk, aber es hat im Alltag vieler noch eine ganz andere Dimension. Ich habe keine Aishes oder Aysus, auch keine Acabs (Entschuldigung, der musste jetzt sein!), aber wenn Sie wissen möchten, mit was sich — Herrn Friedrich (und anderen instinktlosen Menschen) sein Dank — andere Lehrer herumschlagen müssen, dann huschen Sie doch mal kurz hier hin. Fräulein Krise, die an der pädogogischen Borderline interveniert, ist auch ansonsten sehr lesenswert und sicherlich eine der überraschenden Entdeckungen der letzten Zeit.

Dort jedenfalls steht unter anderem (und ich erlaube mir zu zitieren*):

„Denn ICH sehe es nicht mehr ein, dass ich täglich meine Kraft und Nerven damit vergeude, unter schlechten Bedingungen Brücken zu bauen, die Sie im Maßanzug ganz nonchalant zwischen Tür und Angel einreißen.“

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* Nicht, dass ich mich hinterher mit Plagiatsvorwürfen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen herumschlagen muss!

F-Stop Tutorial by Dave Arnold

Dave Arnold, a talented photographer and Flickrist from New Mexico, presents the F Stop tutorial. (The … as if it were the only one on this planet… )

Starting with these meaningful introductorily words

„A short and easy course on what an F stop means to you in basics with an emphasis on humor.
This album is dedicated to SusanA, who made me a bald man over night.“

he tries to clear up the secret world of F stops. A well-proportioned amount of humor is included („some people say Tomato, some people say Tomatoe“), but first of all a large amount of knowledge („If in the beginning of time, whoever thought up these „f-numbers“ had just expressed them as „1/5“ or „1/20“ instead of just „5“ or „20“, we’d
all have saved ourselves a lot of cerebral infarctions“). Knowledge combined with humor – everywhere in David’s explanations. (If you are the unfunny type of human, you should definitely stay away from this tutorial.)

dave-arnold-f-stop-tutorial-preview

A randomly, but carefully selected preview of Dave Arnold's F-stop tutorial

Wanna know what a tomato has to do with the aperture of lenses? Well then … go ahead. This way, please. You’ll see an amazing slideshow then.