Pimp your images! Bildmanipulation im Instagram-Stil

Yep, ich fotografiere gern. Mit meiner alten Canon A-1. Mit der Olympus-DSLR. Und (ich höre die Puristen schon jammern!) mit dem iPhone.
Gerade das Apfelteil bietet einige nette Apps für die Bildmanipulation „out of the box“ — nicht lange gefummelt und etliche Ebenen in unterschiedlicher Transparenz übereinander gelegt und Texturen hinzugefügt, sondern nur die ein oder andere Auswahl getroffen und ein paar Knöppekes gedrückt, und schon kann das manipulierte Bild auf Reisen gehen und bei Tumblr, Twitter oder Facebook auftauchen.

Ich arbeite gerne mit Instagram und Pixlr-o-matic.

Nu‘ gibt es so etwas in dieser handlich-kompakten Form nicht für den Heimrechner, sei er nun ein Mac oder ein anderweitig angetriebener Kamerad. Aber es gibt Photoshop und die intelligentere, weil kostenfreie und (fast) ebenso mächtige Alternative GIMP. Und dafür gibt es schon den ein oder anderen Filter, der ähnliche Effekte zaubern kann. Und es gibt eine Netzversion von pixlr-o-matic. Weiterlesen

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Der Geschmack, das Atomlager und heldenhaft-vergittert mit Salz Wedelnde

Ja, das ist schon das Salz in der Suppe. Vielleicht ein Quentchen zu viel, und schon ist’s versalzen. Unsere Zunge als Sinnesorgan nimmt den salzigen Geschmack war, eine der fünf nachweisbaren Geschmacksrichtungen. Früher, als alles besser war, ging man von einer zonalen Verteilung der Rezeptoren (Geschmacksknospen) für süß, salzig, bitter und sauer aus. Heute weiß man es besser und kennt zudem noch einen fünften Sinn: umami. Eines ist klar: wir können alles überall schmecken, aber nicht mit der gleichen Intensität. Süßes nehmen wir an an der Zungenspitze am besten wahr, Saures und Salziges an den Rändern und Bitteres hinten. Allerdings müssen die Stoffe vorher im Speichel gelöst werden, um in vollen Zügen erkannt zu werden. (In leeren übrigens auch, aber das nur am Rande — im Sinne von nebenbei, nicht am Zungenrand. Was Ihnen vermutlich ohnehin klar war.)

Wenn Sie aber mal die Nase voll haben, werden Sie erkennen, wie komplex der Geschmack ist, denn nur ein Fünftel des Eindrucks stammt von der Zunge, vier Fünftel jedoch von der Wahrnehmung der verschiedenen Aromen mit den Rezeptoren der Nasenschleimhaut.

Solche physiologischen Gegebenheiten gelten natürlich auch in Salzgitter nahe Braunschweig, wo man exzellente Eisen-Kohlenstoff-Legierungen zu Stahl verarbeitet, in Salzderhelden, das zu Einbeck (ja, da kommt das Mai-Urbock her!) gehört und in Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Ganz in der Nähe, in unserer wie in der von Salzwedel, namentlich in Gorleben im Wendland, laufen im Übrigen die Planungen für eine Verklappung des Atommülls in einem Salzstock auf Hochtouren. Eher politisch gewollt als geologisch geignet, aber das steht auf einem anderen Blatt. Heftigster ziviler Widerstand, die Ergebnisse des *ÖRKS* Moratoriums und die Angst vor den Meinungsumfragen könnten da aber vielleicht noch etwas bewegen.

Apropos ziviler Widerstand: Beim Salzmarsch im Jahre 1930 gelang es Mahatma Gandhi, das britische Salzmonopol zu brechen und letzthin die Unabhängigkeit Indiens zu erlangen. Das hat sicherlich Tränen gekostet, die — Sie haben das natürlich längst gewusst — neben Muzin und (Glyko-)Proteinen auch Kohlenhydrate, Antikörper (wie Immunglobuline) und Enzyme wie das Lysozym zur Spaltung der Zellwände von Einzellern enthalten. Und — genau! — salzig schmecken.

Durch Salz schließt sich der Kreis dieses Artikels, und Sie haben sich bestimmt schon gefragt, warum der hier bei den nicht mehr ganz so plötzlichen Landpomeranzen auftaucht.

Huschen Sie doch mal dort hin. Bei PageWizz gibt es einen Schreibwettbewerb, bei dem ich, Sie und jeder, der etwas zum Thema schreibt, einen iPad2 gewinnen kann. Buntes Salz konnten Sie bislang zwar hier noch nicht entdecken, aber ich bin ja auch noch nicht ganz am Ende, richtig?

Das bunte Salz von Salz Relax können Sie natürlich gerne nach Salzwedel exportieren oder dem Bundesumweltminister vor die Nase setzen, damit der etwas gelassener an die Salzstock-Erkundung herangeht, aber mir schweben da grad‘ eher Salzbrezeln mit blauem Salz im Hirnkasten herum. Oder lecker Gemüse-Reis-Pfanne mit Huhn, die mit gelb und rot gefärbtem groben Meersalz gewürzt und optisch aufgepeppt wird. Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass Farbe im Essen die Lust daran erhöht. Und wenn Sie sich dann noch Salzlampen aufstellen, steht einem wirklich guten Abend nichts mehr im Weg.

Zum Abschluss noch ein paar Salz-Zitate der Welt- und Kulturgeschichte:

Ich kam, sah und salzte. (Gaius Iulius Caesar)

Salz makes the World go ‚round.

Salz, das war sein letztes Wort. (Willy Millowitsch)

Im Salz wohnt die Wahrheit. (Johann Christoph Friedrich von Schiller)

Edel sei das Salz, hilfreich und gut. (Johann Wolfgang v. Goethe)

Ohne Salz ist die Ehre nur eine Krankheit. (Jean Baptiste Racine Lafontaine)

Es ist unglaublich, wieviel Kraft das Salz dem Körper zu verleihen vermag. (Wilhelm von Humboldt)

Gut gebrüllt, Salz! (William Shakespeare, Der Sommernachtstraum)

Hasta la vista, sal! (Terminator)

Und mit dem Hinweis, dass etliche italienische Ristoranti „Sale & Pepe“ heißen (und das nicht ohne Grund), zurück ins … hier, Dingens … Funkhaus.

Twitter sein Ehrentag

Twitter wird 5Geburtstag. Fünf Jahre Zwitschereien. #5yrs, wie’s bei Twitter so liebevoll heißt. Na denn.

Das hier ist für dich, du #fail #whale, der so oft so viel Spaß machst, dich aber auch zum Leidwesen in den unmöglichsten Momenten aufhängst. Ein musikalischer Blumenstrauß.

Twitter #fail #whale Twitter is over capacity Twitter ist überlastet

Hier noch Lesestoff. Kann man sich mal durchlesen, bei dem einen oder anderen findet man vielleicht noch was zum Nachdenken Weiterlesen

Nachlese: Die gezwitscherte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (21.3.2011)

Twitter Landtagswahl Sachsen-Anhalt Wahrscheinlich haben mehr Leute gezwitschert als in Sachsen-Anhalt gewählt haben. (Hashtags #ltwlsa / #ltwsa.) Die guten Nachrichten: B’90/Die Grünen sind wieder drin, die FDP muss leider draußen bleiben. Und obschon fast 12% der Sachsen-Anhaltiner, die jünger als 30 sind, die NPD gewählt haben (wer oder was auch immer hier Hirnfraß betrieben hat), ist der Landtag frei von schäferhunddruchfallbrauner Polemik. (Ich verneige mich in diesem Fall vor der 5-Prozent-Hürde.)

Hier mal einige Zwitschereien, ohne viel Gewese vor Ihre Nase geknallt (und weitgehend unkommentiert):

In Sachsen-Anhalt wurde heute gewählt. Und fragt jetzt bitte nicht, was Sachsen-Anhalt ist. [@zeitweise]

kleiner Aufruf: Lasst die #NPD Plakate hängen – die abzuhängen schaffen die nie, d.h. Geldstrafen und somit noch mehr Schulden #ltwlsa [@ChristophLSA]

Jedesmal, wenn die FDP irgendwo verliert, gewinnt ein Arbeitsloser wieder ein Stück Selbstachtung zurück #ltwsa 😉 [@Farlion]

Ein Nazi-freier Landtag als Grund zur Freude: Deprimierend! Wer sind diese 4,7% Naziwähler? Hat da irgendein Zoo Tag der offenen Tür? [@dieternuhr]

Die Konservativen haben in Sachsen-Anhalt fast eine Zweidrittelmehrheit: CDU und Linke zusammen bei 64 Prozent. [@sixtus] Weiterlesen

+BREAKING+ „Knut ist tot!“

Oh je, als hätte die Welt keine anderen Probleme. Nicht, dass in Lybien geschossen und zurückgeschossen und flugverbotszoniert würde, nicht, dass in Japan die Erde gebebt, ein Tsunami umhergeschwappt und die Atomkraft massive Probleme bereitet hätte, keinesfalls, nein, natürlich nicht. Und in Bahrain und dem Jemen und so ist die Lage auch übersichtlich und wirklich fein. Ach, Sankt Pauli hat auch nicht verloren in Frankfurt.

In so einer Situation kann man sich dem Eisbären Knut zuwenden, da hat man dann den nötigen freien Kopf, um das Ableben eines Tieres in Gefangenschaft als +EILMELDUNG+ zu verbreiten. Nun isser also tot, der Knut.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich ist es traurig, wenn ein Lebewesen stirbt. Aber der Knut-Hype war nie der meinige, ich bin nicht nach hinten umgebrochen und habe „Ach Gott, wie süüüüüüüüüß!“ geschrien, und den zahlreichen zahllosen „Dokumentationen“ habe ich mich konsequent entzogen. Habe mich derweil lieber in die Gosse gehockt und mit den Füßchen geschabt und eine Tasse Hagebuttenlikörchen geschlürft.

Ich habe verdrängt, wer das heute als Eilmeldung vermeldet hat. Auf die Twitteria ist aber Verlass. Weiterlesen

Tagesnachlese: Atom spezial II (17.3.2011)

Sonst gibt’s ja eher ’nen Fließtext mit Kommentation. Heute mal eine thematisch geordnete Linksammlung.

Die Situation in Fukushima und in Japan: In Tschernobyl haben Hunderttausende den Sarg fürs Atomkraftwerk gebaut, in Japan versuchen derzeit verzeifelt 50 (mit Sicherheit der Strahlenkrankheit anheimfallende) Arbeiter, die Situation zu retten — ein wohl auswegloses Unterfangen…

Warum Japan trotz der Erfahrungen mit den Atombombenabwürfen und trotz bekannter Sicherheitsmängel die Atomenergie nutzt: Weiterlesen

Tagesnachlese: Atom spezial (17.3.2011)

Bei Facebook der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Erdbeben und Tsunami als Rache Gottes für Pearl Harbour. (Als hätten die USA nicht schon „Little Boy“ und „Fat Man“ auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.) Nicht zu fassen!!! *FINGERINHALSSTECK*

Gezwitschert wurden solche Widerlichkeiten nicht, zumindest nicht in meiner Timeline. Dafür solche Sachen:

Merkel und Westerwelle, frei nach dem Motto, was kümmert unser Geschwätz von Gestern, wenns um Wählerstimmen geht. [@IliasNemo]

Angst ist normal dieser Tage, und wenn’s die vor Machtverlust ist. Aber angeblich konnte man das, was in Japan passiert, niemals nicht vorhersehen, „dann verändert das die Lage. […] Dann haben wir eine neue Lage“ (O-Ton Merkel) und auf diese niemals nicht vorhersehbare Situation musste umgehend reagiert werden.

(Finde es übrigens nicht so super, dass die deutsche AKW-Diskussion auf Prämissen basiert, deren Kontext damit parallel überschattet wird.)  [@aniella]

Genau das habe ich auch gerade gedacht. Genau das.

„Wir schalten sieben #AKW’s vorrübergehend ab“ ist die missgebildete kleine Schwester von „ich gebe meinen Doktortitel vorrübergehend ab“. [@karpfenpeter]

Pleiten, Pech und Pannen. Diese bienenfarbene Regierungskoaltion findet jedes Fettnäpfchen. Garantiert!

So oft, wie #Japan meldet, das die Radioaktivität zurückgegangen ist, deutet das wohl auf den Fund eines schwarzen Lochs hin. #Fukushima [@happyarts]

Ich habe sogar ein schwarzes Loch im Garten. In der Nachtschwärze ist meine Latrinengrube eine echte Gefahr! Davon abgesehen: Die Informationspolitik in Japan kann bestenfalls als stark schwankend eingestuft werden.

Kann man die Lecks in den Reaktoren nicht mit Spekulanten stopfen? [@pantoffelpunk]

Kann man, aber das verstärkt angeblich die Reaktionen. Sollte man also lieber lassen. Weiterlesen

Tagesnachlese (13. und 14.3.2011) Atomares Twitter-Special

Ein atomares Special, passend zur allgemeinen Gemengelage in Japan.

Kernschmelze für die Union: Manchmal erkennt sogar Angela Merkel, dass man nicht jedes Problem aussitzen kann. [@NachDenkSeiten]

einhergehend mit dem Artikel „Kernschmelze für die Union„.

+++ Eilmeldung: Überprüfung der deutschen Reaktoren abgeschlossen. Ergebnis: Alle noch da! +++ [@hirnseide]

Na, dann ist ja gut. Merkel, die Herrin, hat sie gezählet / dass ihr auch nicht eines fehlet / an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.

Am lustigsten: Mappus, der Erfinder der Laufzeitverlängerung macht in Anti-AKW-Kämpfer. Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing. [@pantoffelpunk]

Was japanische Beben so auslösen können: Erdrutschartige Kehrtwendungen im deutschen Politikerneuronengeflecht. Apropos Brot: Ich dachte immer, die würden Wasser predigen und Wein trinken…

Bayerns Umweltminister Söder will eine „Denkpause“ in der Atompolitik. [Hier bitte Witz einfügen.] [@bov]

Der Witz des Tages: Die CDU-CSU/FDP-Koalition. (Das war’s schon, mehr kommt nicht.)

Huch, #Atomkraftgegner waren doch in der letzten Woche noch #Fortschritts-und Zukunftsverweigerer. [@laRossa05]

Sind wir doch immer noch. Wird sich bis zum Ende des Moratoriums wieder eingependelt haben. Versprochen. Weiterlesen

Tagesnachlese (14.3.2011)

Achtung, Achtung: Es ist Montag! Dies ist keine Übung! Ich wiederhole: Es ist Montag! Bitte bewahren Sie Ruhe! Wir kümmern uns darum! [Gezwitscher von @Bundeskasper]

Ach so, is‘ schon wieder Montag. Kinners, wie die Zeit rast! Äh… wirklich Montag? Keine Übung? Deshalb klingelt mein Arbeitgeber Sturm!

Meine Güte, das war/ist das surrealste Wochenende meines Lebens. Tsunami & Kernschmelze fürs Weltgeschehen und schwerer Autounfall für mich. [Tweet von @JanDoerrenhaus]

Gutes Gelingen für’s private Geschehen, in Japan sind die Kerne wohl schon in die Schmelze gefallen — da kann man nur hoffen, dass nicht noch was nachkommt.

Kennt ihr das, wenn ihr eine Diskussion hattet, die in euch einen Gedanken gesäht hat, den ihr seitdem nicht mehr los werdet? ICH LIEBE DAS! [Gezwitscher von @JanDoerrenhaus]

Gedanken hatte ich — ehrlich gesagt — noch nie. Könnte ich ja mal ausprobieren. Klingt interessant.

Kleinigkeiten entfernen Menschen voneinander. Katastrophen bringen sie einander näher.
Leopold Koch [bei The Intelligence]

Ja, da ist durchaus was dran. Und dass sich aus der Katastrophe in Japan Schlüsse ziehen lassen, ist auch unbestritten.

Ich möchte, glaube ich, doch auf dem Bauch liegend mal beerdigt werden. [Tweet von @fischimglas]

DAS ließe sich einrichten. Aber warum auf dem Bauch, Stephan?

So is there any good news on twitter today? [Tweet von @RickGriffin]

Well, this is definitely NOT the time for good news, Rick! Maybe definitely NOT. However… my sons and my wife gave me a hug and fluttered a kiss. Is this a good news for Twitter?

#OverlyTweetedTweets #Every #Tweet #With #A #Hashtag #On #Every #Word [Tweet von @KattWilliams]

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Tagesnachlese, neu aufgelegt (13.3.2011)

Hatte ich früher mal bei den „Wahnwogen“, die Tagesnachlese. Tweets und Fundstücke des Tages. Es wird Zeit, die Nummer zu reanimieren.

„Man müsste da wohl mal … über Laufzeitbegrenzung der CDU reden.“ [Tweet @Blinkenlicht]

„Zum Frauentag hab‘ ich Mutti das Frühstück ans Bett gebracht. Hat die sich gefreut! Die Schnäpse & das Kotelett waren ruck-zuck weggeputzt!“ [Tweet von @NielsRuf]

„Quark der Ferenghi: „Keine intelligente Spezies würde Kernspaltung innerhalb der eigenen Athmosphäre betreiben.“ (Startrek, via fu2)“ [Tweet von @Doener]

„Mich gibts jetzt auch betrunken. Nach jedem 7. Bier.“ [Tweet von bundeskasper]

„Ich habe die Nachbarn zum Kaffee eingeladen…“ – „…können wir denen nicht einen Coffee to go mitgeben?“ [Tweet von @Stefan51278]

‚Sag was Dreckiges! ‚ ‚Staubsaugerbeutel?‘ [Gezwitscher von @RawrLynn]

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