Trauer essen Liebe auf

Früher wurden Überbringer schlechter Nachrichten geköpft, heute darf die Post sanktionsfrei eine förmliche Zustellung abgeben. Sei’s drum: Es geht nicht darum, was darin steht, sondern um die Folgen fürs Gefühlsleben.

Wissen Sie, eigentlich war ich guter Dinge. Habe mich sogar mit meiner Höhenangst gestellt und die am Fachwerk hochwachsenden Rosen in Form geschnitten. Den Rasen gelüftet. Der Twitteria zugeschaut. Drei bis sieben Kaffee getrunken und den rekonvaleszierenden Kater geherzigt.

Dann klopfte die Post. Und reichte mir eben dieses Pamphlet mit einer Kostennote, die mich erst wütend, dann traurig machte. Dabei hätte sie sich umgehen lassen, die Kostennote, und mit ihr alles, was drumherum geschehen ist, wenn man normale Kommunikationswege genutzt hätte. Letztlich hinterlässt die ganze Sache, die nun endlich einem Ende entgegenstrebt, mehr als nur ein G’schmäckle. Sie ist eine Katastrohe für die emotionale Sachlage. Weiterlesen