Pimp your images! Bildmanipulation im Instagram-Stil

Yep, ich fotografiere gern. Mit meiner alten Canon A-1. Mit der Olympus-DSLR. Und (ich höre die Puristen schon jammern!) mit dem iPhone.
Gerade das Apfelteil bietet einige nette Apps für die Bildmanipulation „out of the box“ — nicht lange gefummelt und etliche Ebenen in unterschiedlicher Transparenz übereinander gelegt und Texturen hinzugefügt, sondern nur die ein oder andere Auswahl getroffen und ein paar Knöppekes gedrückt, und schon kann das manipulierte Bild auf Reisen gehen und bei Tumblr, Twitter oder Facebook auftauchen.

Ich arbeite gerne mit Instagram und Pixlr-o-matic.

Nu‘ gibt es so etwas in dieser handlich-kompakten Form nicht für den Heimrechner, sei er nun ein Mac oder ein anderweitig angetriebener Kamerad. Aber es gibt Photoshop und die intelligentere, weil kostenfreie und (fast) ebenso mächtige Alternative GIMP. Und dafür gibt es schon den ein oder anderen Filter, der ähnliche Effekte zaubern kann. Und es gibt eine Netzversion von pixlr-o-matic. Weiterlesen

instagr.am: Freshly pressed pix

Irgendwie brauche ich immer ’ne Weile, bis ich der Trends gewahr werde. Vielleicht liegt es an der gefühlten Randlage des Wohnortes, vielleicht aber auch an der eigenen Drämeligkeit.

Instagr.am jedenfalls  ist prima. Gestern aufs iPhone gepackt. Erste Gehversuche. Hier die Ergebnisse:

Am Scheideweg (Instagr.am)

Wendland Street View (instagr.am)

Picknick am Valentinstag (Instagr.am)

Tagesnachlese (14.3.2011)

Achtung, Achtung: Es ist Montag! Dies ist keine Übung! Ich wiederhole: Es ist Montag! Bitte bewahren Sie Ruhe! Wir kümmern uns darum! [Gezwitscher von @Bundeskasper]

Ach so, is‘ schon wieder Montag. Kinners, wie die Zeit rast! Äh… wirklich Montag? Keine Übung? Deshalb klingelt mein Arbeitgeber Sturm!

Meine Güte, das war/ist das surrealste Wochenende meines Lebens. Tsunami & Kernschmelze fürs Weltgeschehen und schwerer Autounfall für mich. [Tweet von @JanDoerrenhaus]

Gutes Gelingen für’s private Geschehen, in Japan sind die Kerne wohl schon in die Schmelze gefallen — da kann man nur hoffen, dass nicht noch was nachkommt.

Kennt ihr das, wenn ihr eine Diskussion hattet, die in euch einen Gedanken gesäht hat, den ihr seitdem nicht mehr los werdet? ICH LIEBE DAS! [Gezwitscher von @JanDoerrenhaus]

Gedanken hatte ich — ehrlich gesagt — noch nie. Könnte ich ja mal ausprobieren. Klingt interessant.

Kleinigkeiten entfernen Menschen voneinander. Katastrophen bringen sie einander näher.
Leopold Koch [bei The Intelligence]

Ja, da ist durchaus was dran. Und dass sich aus der Katastrophe in Japan Schlüsse ziehen lassen, ist auch unbestritten.

Ich möchte, glaube ich, doch auf dem Bauch liegend mal beerdigt werden. [Tweet von @fischimglas]

DAS ließe sich einrichten. Aber warum auf dem Bauch, Stephan?

So is there any good news on twitter today? [Tweet von @RickGriffin]

Well, this is definitely NOT the time for good news, Rick! Maybe definitely NOT. However… my sons and my wife gave me a hug and fluttered a kiss. Is this a good news for Twitter?

#OverlyTweetedTweets #Every #Tweet #With #A #Hashtag #On #Every #Word [Tweet von @KattWilliams]

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Wissen Sie noch, damals, bei Loriot? Das Atomkraftwerk für Kinder?

Herrje, ich hab’s schon als Kind gesehen, konnte aber nur über sein „dm dm uff“ am Ende so richtig lachen. Und heute? Gute Performance, keine Frage, aber irgendwie war er ja schon visionär, der Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow. Doch sehen Sie selbst:

Dessen ungeachtet: Was da in Japan passiert, ist eine Katastrophe. Ich stehe fassungslos davor. Nicht nur wegen der drohenden? bereits stattgefundenen? abgewendeten? Kernschmelze.

Und hier ist die ganze Folge „Weihnachten bei Hoppenstedts“:

Würden Sie so ein Buch lesen?

Oft kennt man ja Autoren nicht. Torsten … wer? Melanie … hä? Nie gehört. Und trotzdem verbergen sich da zuweilen Kleinode.

Nehmen wir mal an, ein Ihnen unbekannter Autor hat ein Buch geschrieben, dass diesen Text auf dem Umschlag hat:

Es ist die Zeit der Castor-Transporte im Wendland. Nach der Entscheidung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und die Erkundung des Salzstocks in Gorleben als Endlager für atomare, hochradioaktive Hinterlassenschaften voranzutreiben, werden so viele Demonstranten und Protestaktionen erwartet wie nie zuvor. Die Stimmung ist schon im Vorfeld angeheizt, das sonst so beschauliche Wendland von 20.000 Polizisten besetzt.

Es fällt ein Schuss im nächtlichen Wald, der einen der Initiatoren des Widerstandes tödlich verletzt. Er verschwindet in Gülle.

Aber das ist nur der Anfang einer Verkettung von unglücklichen Ereignissen und Fehlentscheidungen, die eine Blutspur durch den östlichsten Zipfel Niedersachsens zieht und in einer Tragödie endet.

Hand aufs Herz: Würden Sie so ein Buch lesen? Dazu gibt es eine kleine Umfrage. Oder Sie schreiben ’nen Kommentar, wenn’s beliebt. Mit herzlichem Dank im Voraus!

Middefeitz und Redemoißel

Wer zum ersten Mal ins Wendländische fährt, der wundert sich schon. Über das viele Grün, die unergründliche Ruhe, die Marundeske Natur, die lustigen behelmten Männlein und Weiblein mit  Wappen aus aller Herren Bundesländer, die dann und wann die Ruhe und Beschaulichkeit zu unterminieren versuchen, während Traktoren Polizeieinsatzfahrzeuge quer über den Acker locken und ein unfreundlich-überdimensioniertes Industrieprodukt, das nie und nimmer den iF Award gewinnen könnte, strahlend und im Schneckengang durchs Gemüse tuckelt — und nicht zuletzt über die ungewöhnlichen Ortsnamen. Einige davon lassen sich im Suff besser, andere garnicht aussprechen, und die Betonung ist bei vielen für Außenstehende völlig unklar.

Dickfeitzen, Großwitzeetze, Platenlaase, Rehbeck, Waddeweitz, Middefeitz, Redemoißel, Meudelfitz, Salderatzen, Wietzetze, Tolstefanz, Reddebeitz, Kröte, Seybruch, Kamerun, Künsche und Küsten… Weiterlesen

Unser Service für alle, die dem Hochdeutschen lieber aus dem Wege gehen

Manchmal hält ja schon die pure Sprache Menschen davon ab, einen Internetauftritt lesen zu wollen. Oder zu können. Deshalb hier unser Service für alle

Wenn Sie Ihren Leserinnen und Lesern diesen Komfortdienst ebenfalls zur Verfügung stellen wollen: Bitte schön! Tun Sie sich keinen Zwang an.

In diesem Sinne…