Belagerungszustand im Wendland oder: Herr, lass Hirn regnen

Staatsschergen im Seybruch

Nun isses ja so: So ein strahlender Röhrling ist ja nicht irgendwas zum Naschen, keine „german Kleinigkeit“ oder die längste Praline der Welt. Mitnichten! Daran haben noch Generationen nach uns zu knabbern. Bei einer Halbwertzeit von 24.110 Jahren (Plutonium 239) erlebe ich das Ende der ersten möglicherweise nicht mehr. Klar, dass der Transport der Castoren gut abgesichert sein muss. Wenn Sie — wie wir Landpomeranzen — im unmittelbaren Umfeld der möglichen Routen leben, dann haben Sie halt irgendwann Hausarrest. Kalkulierbar sind so ein Transport und seine Begleitumstände nie, alleine die Verladung eines Castor-Behälters vom Zug auf den Schwerlasttransport dauert etwa zwei Stunden, und 11 wurden uns diesmal zugesandt.

Unsere Kinder waren zum Zeitpunkt der Vollsperrung, die ähnlich unvermittelt kommt wie der Transport selbst, in Siemen, einem kleineren Ort unterhalb der Südstrecke. Wir hingegen leben an der Nordstrecke. Alleine der Weg zu unserem Grundstück wird zum Spießrutenlauf, wenn man alle hundert Meter die Identifikationspapiere vorzeigen und sich erklären muss, warum man nun da genau hin muss oder möchte. Hat man einen der Posten passiert, kann es vorkommen, dass der nächste die Passage verwehrt. Weder bedarf es dafür einer Begründung noch einer sonstigen Legitimation. Gutsherrenart halt. Weiterlesen