Neues von der Trümmerkatz‘

Fixateur am Sprunggelenk

Erst vors Auto werfen, verstehense, dann sich nur rudimentär duchs Haus bewegend, aber jetzt schon wieder einen auf dicken Platzkater machen. So ist er, der Herr Struppich. Und was der uns für’n Geld aus der Börse zieht, nee, das geht auf keine Kuhhaut. Aber er rekonvalesziert munter vor sich hin, darauf kommt es letztlich an. Den Katzentatzenkratzenbaum hat er auch schon erklommen, nun fragen Sie mich nicht, wie er das ohne Hüftkopf auf der linken und mit Stangen im Bein auf der rechten Seite angestellt hat. Vermutlich ist da was dran, dass so’ne Katz‘ ein ziemlich zähes Gekreuch ist.

Gestern Wiedervorlage des pelzigen Freundes in der Tierklinik Lüneburg. Derweil wurde gedreht für „Menschen, Tiere & Doktoren„, diese Vox-Serie. Sie wissen schon, ich eher nicht, bei uns läuft nur im akuten Langeweilecasus einer der werbefinanzierten Privatsender. (Langeweile haben wir aber nicht wirklich im Landpomeranzen-Wunderland.) Die armen Delinquenten mussten mit ihrem Hund gefühlte 39 mal dieselbe Einstellung über sich ergehen lassen, was besonders dem Hund unglaublich viel Spaß zu machen schien. Irgendwann lief er aus Protest mit dem Hintern voran, was jedoch zum vorherigen Take überhaupt nicht passen wollte, aber gut, das Geschäft als Showstar ist echt kein leichtes. Das nur am Rande, damit Sie’s wissen. Es ging um die Katerkatz‘. Weiterlesen

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Eigentlich ein ganz normaler Tag…

… dieser heutige. Neben einem strategisch so was von unglücklich lokalisierten LKW-Unfall, der die B191 und die B216 unpassierbar machte und mir einen Umweg von gefühlten 80 Kilometern bescherte, was richtig gut kommt, wenn die Lendenfrucht vor der Schule ihrer Abholung harrt, ist morgen Sperrmüll. Alle 3,79 Minuten hält nun ein Fahrzeug vor der Einfahrt, ein Haufen Leute springt heraus und wühlt aufgeregt im Ausrangierten, von dem bald nichts mehr da ist, wenn’s so weitergeht. Der Elternsprechtag in der 1. Klasse meines jüngsten Sohnes war weder erbaulich noch erquicklich, aber allenthalben informativ. Nun wissen wir, dass er saugute Tage hat und weniger saugute, dass er plietsch ist, sich aber gerne ablenken lässt und gewisse Konzentrationsschwächen an den Tag legt.

Insgesamt ein ganz normaler Tag halt, der kaum eines Eintrages würdig wäre, wenn nicht der Kater, die alte Hutze, sein gewohntes Revier neu entdecken würde. Weiterlesen

Der Rekonvaleszent

Gestern nachmittag war die Nachuntersuchung in der Tierklinik in Lüneburg. Der Kater macht sich. Zumindest sind seine Wundverhältnisse verhältnismäßig. Verhältnismäßig gut. Es sifft kaum aus den Einstichstellen der Metallstäbe in seinem Hinterlauf, Entzündungszeichen sind nicht zu erkennen. Alles blande, wie der Medicus sagen würde. Wenn sein torkelnder Gang nicht wäre…

Das ist seine Holz-Plexiglas-Krankenbox. Darauf hat er aber keine Lust mehr. Verständlich irgendwie — da kommt er nach langer Zeit wieder in sein Reich und soll sich mit einer Grundfläche von einem halben Quadratmeter zufriedengeben? Und dann noch mit Latten obendrauf? Katzen bekommen keine Sedierung, haben die (im Übrigen sehr kompetenten und durchweg netten) Menschen in der Tierklinik gesagt. Es ist erwünscht, dass sich das Tier bewegt. Gut, d’accord, dann soll er mal, solange er nicht springt. Einer seiner Lieblingsplätze war schon immer unter dem Sofa. und da liegt er nun, der Rekonsvaleszent. Jetzt frisst er wieder gut, geht auf das gewohnte Katzenklo (und nicht mehr auf das in wohlmeinender Absicht wegen des niedrigen Randes zum Klo umfunktionierte Backblech) und sieht den Umständen entsprechend glücklich aus.

Sein Antibiotikum, welches zu verabreichen unmöglich war, hat er per Injektion erhalten. Nachher gibt’s die zweite Portion. Gut, wenn man vom Fach ist — wir machen das auf dem kurzem Dienstweg gleich hier im Landpomeranzen-Haus.

Der Kater ist daheim!

Das Gröbste hat er überstanden, aber ihm dabei zuzusehen, wie er versucht, mit zwei lädierten Hinterläufen zu stehen oder zu laufen, ist schon schlimm. Seine Kiste hat er akzeptiert, die Tabletten hingegen nimmt er weder ganz noch gemörsert in Wasser aufgelöst oder mit Malzpaste, die er sonst so liebt. Da er nur und ausschließlich Trockenfutter mag (und da auch nur das, was vorne königlich ist und hinten wie Kaninchen mit grobem Schreibfehler). Davon isst er inzwischen wieder — während er in der Tierklinik so gut wie nichts angerührt hat –, aber das Unterjubeln von Medikamenten wird so nicht klappen.

Morgen haben wir in der TK einen Termin, da sollte das dann mal abgeklärt werden.

Die Rechnung hat uns etwas dyspnoeisch zurückgelassen, dabei hat der Kater seine Atemnot doch gerade erst hinter sich gebracht. Über Summen schweigt man besser, manche halten uns sonst für bekloppt, aber wir werden einen namhaften vierstelligen Betrag* abgeben müssen. Das wird schon.
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* Wer’s doch wissen will: (22 * 19 + 432) * 2,36 kommt ungefähr hin.