Drogen jetzt Ihren Führerschein…

Drogen jetzt Ihren Führerschein. … Ach so, ja klar. (Ach nee, doch nicht.)
Erst mal die kleine Anzeige bei kurzefrage.net:

Deklination und Zeiten von (Infinitiv) drogen
Präsens
: Ich droge | du drogst | er/sie/es drogt | wir drogen | Ihr drogt | sie drogen jetzt Ihren Führerschein.
Präteritum
: Ich drogte | du drogtest | er/sie/es drogte | wir drogten | ihr drogtet | sie drogten Ihren Führerschein
Perfekt
: ich habe … gedrogt | du hast … gedrogt | er/sie/es hat … gedrogt | wir haben … gedrogt | ihr habt … gedrogt | sie haben … gedrogt
Plusquamperfekt
: ich hatte … gedrogt | du hattest … gedrogt | er/sie/es hatte … gedrogt | wir hatten … gedrogt | ihr hattet … gedrogt | sie hatten gedrogt
Futur I
: ich werde … drogen | du wirst … drogen | er/sie es wird … drogen| wir werden … drogen | ihr werdet … drogen | sie werden … drogen
Futur II
: ich werde … gedrogt haben | du wirst … gedrogt haben | er/sie es wird … gedrogt haben | wir werden … gedrogt haben | ihr werdet … gedrogt haben | sie werden … gedrogt haben
Imperativ
: Singular: Droge! Plural: Drogt!
Partizip 1 (Präsens)
: drogend
Partizip II (Perfekt): gedrogt

Habe ich nicht gelernt in der Baumschule. Ich erinnere mich zumindest nicht daran, aber das muss auch nichts heißen, und außerdem lernt man ja nie aus.

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Skeptische Atomingenieure und nicht regelbarer Mut

Common Cause Failure: Das Versagen mehrerer Komponenten oder Systeme. Ein Fehler, und mehrere Systeme fallen aus. (In Japan war der CCF der Tsunami, der einen Ausfall der Kühlsysteme hervorgerufen hat. Aber den braucht es gar nicht, auch kein Beben. Wenn bei Unterbrechung der Stromzufuhr, beispielsweise nach Stromausfall, die Kühlung der Brennstäbe ausfällt und der Notstrom nicht anspringt, dann ist die Kernschmelze schneller da, als man sich in Ländern mit ach so sicheren AKW vorstellen kann. So ein CCF kann immer und überall passieren.)

Lars-Olov Höglund, ehemaliger Chef der Konstruktionsabteilung von Vattenfall und für den Beinahe-GAU-Reaktor Forsmark in Schweden, wurde von Plasberg in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung gefragt, warum er als Ingenieur der Atomkraft so kritisch gegenüber steht. Hat er sich vom Saulus vom Paulus gewandelt?

Seine Antwort finde ich sehr bezeichnend:

„Ich habe ja mein ganzes Leben nur mit Atomkraft gearbeitet. Aber ich war immer skeptisch. Und immer mißtrauisch. Und das waren alles seriöse Leute, die in dieser Branche damals gearbeitet haben, die waren … es gab keine fanatischen Atomkraftbefürworter, die mit Atomkraft gearbeitet hat. Es war von Anfang an eine Brückentechnologie. Man hat sofort, wenn man damit sich beschäftigt hat, hat man gemerkt, es ist eigentlich nicht möglich, hundertprozentige Sicherheit zu bekommen, und … aber deswegen man muss skeptisch sein. wenn man überhaupt damit arbeiten soll.“

Übrigens: Seiner Meinung nach ist ein alter Reaktor wie ein altes Auto. Ein Käfer, so wurde angeführt, ließe sich heute nicht mehr auf die neueste Sicherheitstechnik bringen. Ein altes Atomkraftwerk auch nicht. Sagt nicht nur Höglund, sondern auch Stephan Kurth vom Öko-Institut.

Ansonsten war sie nicht der große Wurf der Erkenntnis, diese Sendung. Parteigezänk, obschon vehement abgestritten, zu zögerliche Aussagen von Ursula Völker von IPPNW, die bekannten Schönfärbereien von Ralf Güldner, dem Präsidenten des Deutschen Atomforums. Selbst Klaus von Dohnanyi, der mal 1. Bürgermeister in Hamburg war, erinnerte mich eher an einen Wanderprediger und verteidigte Merkel und Konsorten für deren Zurückrudern. Das war mir zu unkritisch.

Aber als die 50 freiwilligen (?) Arbeiter in Fukushima zur Sprache kamen, die sehenden Auges ihrem eigenen Untergang entgegensteuern, um die Kernschmelze zu verhindern, sagte er etwas Denkwürdiges:

„Mut kann man nicht regeln, Herr Plasberg. Mut kann man nicht regeln. Und das, was in Japan geschieht, ist ein Aufopfern von wenigen für eine große Stadt in der Nachbarschaft, für ein Land. Etwas, was wir weitgehend vergessen haben, was aber nach meiner Meinung eine Gesellschaft nie ganz vergessen darf.“

Tagesnachlese (13. und 14.3.2011) Atomares Twitter-Special

Ein atomares Special, passend zur allgemeinen Gemengelage in Japan.

Kernschmelze für die Union: Manchmal erkennt sogar Angela Merkel, dass man nicht jedes Problem aussitzen kann. [@NachDenkSeiten]

einhergehend mit dem Artikel „Kernschmelze für die Union„.

+++ Eilmeldung: Überprüfung der deutschen Reaktoren abgeschlossen. Ergebnis: Alle noch da! +++ [@hirnseide]

Na, dann ist ja gut. Merkel, die Herrin, hat sie gezählet / dass ihr auch nicht eines fehlet / an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.

Am lustigsten: Mappus, der Erfinder der Laufzeitverlängerung macht in Anti-AKW-Kämpfer. Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing. [@pantoffelpunk]

Was japanische Beben so auslösen können: Erdrutschartige Kehrtwendungen im deutschen Politikerneuronengeflecht. Apropos Brot: Ich dachte immer, die würden Wasser predigen und Wein trinken…

Bayerns Umweltminister Söder will eine „Denkpause“ in der Atompolitik. [Hier bitte Witz einfügen.] [@bov]

Der Witz des Tages: Die CDU-CSU/FDP-Koalition. (Das war’s schon, mehr kommt nicht.)

Huch, #Atomkraftgegner waren doch in der letzten Woche noch #Fortschritts-und Zukunftsverweigerer. [@laRossa05]

Sind wir doch immer noch. Wird sich bis zum Ende des Moratoriums wieder eingependelt haben. Versprochen. Weiterlesen

Tagesnachlese (14.3.2011)

Achtung, Achtung: Es ist Montag! Dies ist keine Übung! Ich wiederhole: Es ist Montag! Bitte bewahren Sie Ruhe! Wir kümmern uns darum! [Gezwitscher von @Bundeskasper]

Ach so, is‘ schon wieder Montag. Kinners, wie die Zeit rast! Äh… wirklich Montag? Keine Übung? Deshalb klingelt mein Arbeitgeber Sturm!

Meine Güte, das war/ist das surrealste Wochenende meines Lebens. Tsunami & Kernschmelze fürs Weltgeschehen und schwerer Autounfall für mich. [Tweet von @JanDoerrenhaus]

Gutes Gelingen für’s private Geschehen, in Japan sind die Kerne wohl schon in die Schmelze gefallen — da kann man nur hoffen, dass nicht noch was nachkommt.

Kennt ihr das, wenn ihr eine Diskussion hattet, die in euch einen Gedanken gesäht hat, den ihr seitdem nicht mehr los werdet? ICH LIEBE DAS! [Gezwitscher von @JanDoerrenhaus]

Gedanken hatte ich — ehrlich gesagt — noch nie. Könnte ich ja mal ausprobieren. Klingt interessant.

Kleinigkeiten entfernen Menschen voneinander. Katastrophen bringen sie einander näher.
Leopold Koch [bei The Intelligence]

Ja, da ist durchaus was dran. Und dass sich aus der Katastrophe in Japan Schlüsse ziehen lassen, ist auch unbestritten.

Ich möchte, glaube ich, doch auf dem Bauch liegend mal beerdigt werden. [Tweet von @fischimglas]

DAS ließe sich einrichten. Aber warum auf dem Bauch, Stephan?

So is there any good news on twitter today? [Tweet von @RickGriffin]

Well, this is definitely NOT the time for good news, Rick! Maybe definitely NOT. However… my sons and my wife gave me a hug and fluttered a kiss. Is this a good news for Twitter?

#OverlyTweetedTweets #Every #Tweet #With #A #Hashtag #On #Every #Word [Tweet von @KattWilliams]

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’ne Leber oder: Das thematisch hypersensibilisierte Kind

Ich zwitscherte es vorhin. Die Motorrad-Saison ist eröffnet.

Und immer dann, wenn ich die Möhren beschleunigen sehe (und vor allem: höre), dann fällt mir angesichts der mangelnden Organspendebereitschaft eine kleine Anekdote ein, die ich vor einigen Jahren miterleben durfte, als ich noch im OP des UKE in Hamburg gearbeitet habe. (Damit wären wir dann auch beim Thema „Thematisch hypersensibilisiertes Kind“.)

Eine Kollegin, ihres Zeichens Ohne-Wahrnehmungs-Medizinerin und oft bei Organentnahmen dabei, fährt mit ihrer Tochter im Auto auf der Bundesstraße. Plötzlich überholt ein Motorrad mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und schafft es gerade eben, vor dem entgegenkommenden Verkehr wieder einzuscheren.
Da sagt das Kind zu seiner Mutter: „Mama, guck‘ mal, ’ne Leber.

Neulich im Landpomeranzen-Garten: Schafe und deren Ausscheidungen und Aktivitäten

Der Nachbar zur Linken, von der Straße aus gesehen, hat geleaste Rasenmäher: Zwei Schafe sorgen für einen flotten Kurzschnitt des grünen Geläufs. Nicht wirklich interessant, was Schafe zu leisten vermögen, obschon mehr in ihnen schlummern könnte, wenn wir Leonie Swann und ihrem Roman „Glennkill: Ein Schafskrimi“ glauben schenken dürfen.

Die Landpomeranzenfrau und ihre jüngste Schwester saßen beieinander bei Kaffee und Kuchen, sinnierten vor sich hin und genossen das Leben. So weit die Ausgangslage.

Die Landpomeranzen-Frau, nachdem sie die Tiere einige Zeit beobachtet hatte: „Schon komisch, so’n Schaf. Steht, frisst und pinkelt oder läuft und kackt.“
Die Landpomeranzen-Schwester: „Das ist halt ein Schaf. Was soll es denn sonst tun? Gitarre spielen vielleicht?“